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In früheren Jahren endete am Martinstag (lat. Martini) das bäuerliche Wirtschaftsjahr. Knechte und Mägde bekamen an diesem Tag ihren sogenannten „Zehnten“ ausgezahlt.
Neben Geld gab es damals auch Naturalien. In manchen Gebieten gehörten dazu Gänse, die man anschließend bei einem Festessen verzehrte.
Auf diesen Brauch geht das heutige Martini-Gansessen zurück.
Wie seit vielen Jahren (erstmals 2005, seit 2007 dann regelmäßig) hatte Telesport auch in diesem Jahr seine Mitglieder zum Gansessen ins Gasthaus „Bahnhöfle“ in Stubersheim eingeladen.
Die meisten Teilnehmer fuhren zunächst wieder mit dem Zug bis Amstetten. Unterwegs verteilte die „Bosnier-Fraktion“ traditionsgemäß wieder dünne Scheiben ihres luftgetrockneten Schinkens.
Wer wollte, durfte natürlich auch noch einen Schluck aus der Slivovic–Flasche trinken. Das machte die Zugfahrt für sich schon allein zu einem Erlebnis. Ab Amstetten ging es dann zu Fuß auf
der am Friedhof vorbeiführenden Route nach Stubersheim weiter. Ein leichter Herbstnebel lag über dem Land, als die Gruppe durch den buntgefärbten „Ziegel“-Wald und über die anschließende Hochfläche wanderte.
Die gesamte Wanderung bis Stubersheim dauerte ein-dreiviertel Stunden.
Ursprünglich hatten sich 35 Teilnehmer angemeldet. Weil aber einige kurzfristig absagen mussten bzw. ohne Entschuldigung einfach nicht gekommen waren, waren es letztlich nur 27 Teilnehmer,
die im Wintergaren des „Bahnhöfle“ das Gansessen genossen.
Die Rückkehr am Abend zum Bahnhof Amstetten war etwas hektisch. Bis zur Abfahrt des Zuges war nicht mehr viel Zeit, so dass alle so schnell wie möglich in der Dunkelheit und bei dichtem
Nebel zurücklaufen mussten. Der Zug stand bereits im Bahnhof, als schließlich die letzten ganz außer Atem den Bahnhof erreichten.
Günter Schürger
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