Der Jahresausflug führte uns in die geschichtsträchtige Stadt Speyer in der Pfalz.
Wir waren diesmal eine relativ kleine Gruppe. Dass wir innerhalb von zwei Jahren zum zweiten Mal
die Pfalz ansteuerten, muss wohl an dem guten Wein, der kulturellen Vielfalt und vielleicht auch
an dem gemütlichen Wesen der Leute dort liegen.
Nach einer Fahrt mit viel Stop-and-Go-Verkehr kamen wir am Freitag später als geplant in
Speyer an. Wir belegten zunächst unsere Zimmer. Dann ging es gleich weiter zum Speyerer
Altstadtfest. Rund um den Fischmarkt drängten sich in den engen Gassen Tausende, aßen
und tranken und lauschten den Bands. Dass wir alle erst nach Mitternacht ins Bett kamen, wird da
niemand verwundern.
Am Samstagmorgen war das Freundschaftsspiel gegen die Pfalzflugzeugwerke angesetzt. Wir spielten
auf einem Kleinfeld. Der Gegner legte sofort ein Tempo vor, bei dem wir, die wir noch an den
Nachwirkungen des vorangegangenen Abends litten, nicht mithalten konnten. 4:1 für die
Pfalzflugzeugwerke hieß es bereits zur Halbzeit. In der zweiten Halbzeit kamen wir dann
aber immer besser ins Spiel. Schließlich endete das Spiel mit einem alle Seiten
befriedigenden 7:7 Unentschieden. Marc, Dragan und Sherman schossen je ein Tor, vier trug
der überragend spielende Reinhold zum Endstand bei. Viel Beifall erhielt auch Günter
Hörmann im Tor; vor allem als er einen Neunmeter-Strafstoß hielt.
Samstagnachmittag war dann Kultur angesagt. Zunächst besichtigten wir den romanischen Dom.
Er gehört zum Weltkulturerbe und übertrifft an Größe und
Bedeutung alle anderen romanischen Kirchen Deutschlands. Die Krypta des Doms beherbergt
die Gräber der Salier, die von 1024 bis 1125 regierten. Acht deutsche Kaiser und
Könige, unter ihnen Heinrich IV. - durch seinen Bußgang nach Canossa
bekannt - und vier Königinnen liegen dort begraben. Nach dem Dom besuchten wir
das Historische Museum der Pfalz. Die Sonderausstellung „Attila und die Hunnen“ zeigten
einen Hunnenfürsten, der nicht der wilde Barbar war, wie manchmal dargestellt, sondern
ein kluger Krieger und Staatsmann, der von ca. 395 – 453 ein von Zentralasien bis Frankreich
sich erstreckendes Vielvölkerreich schuf. Attila lebte in seiner Jugend zeitweise
am römischen Kaiserhof in Ravenna, wo er das römische Staatswesen kennen
lernte. Abends stand erneut der Besuch des Altstadtfestes auf dem Programm.
Den Abschluss am Sonntag bildete der Besuch des Auto & Technik-Museums in Sinsheim.
Neben aller Art von historischen Fahrzeugen (Autos, Lokomotiven, Kriegsgeräten) waren
auch Vertreter der einstigen, zivilen Überschallflugzeuge, eine französische
Concorde und eine russische Tupolew, zu bestaunen.
Zum Schluss sei noch Lothar Neff, Spartenleiter Fußball der Pfalzflugzeugwerke
Sportgemeinschaft e.V., vielmals gedankt. Er hatte das Freundschaftsspiel arrangiert und
uns während des Aufenthalts sehr gut betreut.
Günter Schürger