| Am Tag der Deutschen Einheit starteten morgens
16 Personen zum Telesport-Jahresausflug. Wir fuhren in zwei bequemen Kleinbussen bei
dichtem Ausflugsverkehr auf der Autobahn bis Traunstein. Als wir über die Traun in die
Stadt hineinfuhren war nichts mehr von dem Hochwasser zu sehen, das vier Wochen vorher
die Häuser überschwemmt und tagelang die Abendnachrichten beherrscht hatte.
In Traunstein erwartete uns Sebastian Eisenreich, ein Geschäftskollege von Ferdinand Krannich.
Er führte uns durch die Stadt und zeigte uns, wo wir gut essen konnten. Wastl, wie er kurz
liebevoll von seinen Kollegen genannt wurde, besorgte uns auch eine preiswerte Unterkunft
in der Bauernhofpension Lackner in Lauter.
Bei der Zusammenstellung des Ausflugsprogramms war ein Fußballspiel gegen die AH der
DJK Traunstein eingeplant worden. Da aber die Traun auch die DJK-Sportanlage geflutet
hatte, war es zunächst nicht sicher, ob das Spiel stattfinden wird. Zum Glück war aber bis
zu unserer Ankunft einer der Plätze soweit abgetrocknet, dass wir spielen konnten. Wir
gewannen das Spiel mit 3:1. Die Tore schossen Reinhold Haas, Norbert Gradwohl und Dragan
Jovanovic. Zum Erfolg hat aber auch unser Torwart Sherman Waigl beigetragen, der seinen
Kasten wie eine Raubkatze verteidigte und sogar einen Elfmeter hielt.
Traunstein liegt im Südosten Bayerns, in der Nähe berühmter Ausflugsziele. Eines dieser
Ausflugsziele, Berchtesgaden, steuerten wir am zweiten Tag an. Wir wollten dort das
Salzbergwerk besichtigen. Wegen einer überlangen Warteschlange am Einlass entschlossen
wir uns aber kurzfristig, auf die Besichtigung des Salzbergwerks zu verzichten und zum
Königssee weiterzufahren. Dort fuhren wir mit einem der elektrisch angetriebenen
Ausflugsboote hinüber zum malerisch gelegenen St. Bartholomä. Die Boote werden elektrisch
angetrieben, damit kein Motorgeknatter die Stille des in einem riesigen Bergkessel
eingebetteten Sees stört. Höhepunkt der Bootsfahrt war das Trompetenspiel eines
Bootsbegleiters , mit dem er und uns das berühmte "Echo vom Königssee" vorführte.
Am letzten Ausflugstag besuchten wir den Chiemsee. Wir fuhren nach Prien und dort bei
strahlendem Sonnenschein mit dem Schiff zur Insel Herrenchiemsee. Wir besichtigten auf
der Insel das Schloß von Ludwig II. Das Innere des Schlosses ist nie ganz fertig geworden.
Deswegen steht es aber an Schönheit den anderen Ludwig-Schlössern, Neuschwanstein und
Linderhof, nicht nach. Am späten Nachmittag kehrten wir froh gelaunt wieder nach Ulm zurück.
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